Deine To-Do Liste arbeitet gegen Dich?

Kennst Du das? Du startest in den Tag, öffnest Deine To-Do-Liste – und wirst sofort von 30 Aufgaben angestarrt, die alle irgendwie wichtig wirken: Patientenakte vervollständigen. Newsletter schreiben. Steuer vorbereiten. Instagram-Post. Rückruf. Fortbildung buchen.

Der nächste Schritt?

Du weißt es nicht.  (Aber am liebsten direkt zurück ins Bett…) Also fängst Du irgendetwas an, springst hin und her – und am Abend fühlst Du Dich erschöpft, obwohl Du das Gefühl hast, kaum etwas wirklich fertiggestellt zu haben.

Ich kenne das so gut. Vor allem, weil ich auch gut Mulit-Tasking kann: Aber Fakt ist. Nicht die Zeit ist das Problem, sondern dass wir nicht Priosieren und nicht an genau dieser Aufgabe dran bleiben.  Und deshalb sind wir abends zwar erschöpft, aber so richtig viel ist nicht dabei rumgekommen.

 

Kennst Du die 1-Minuten-Methode von Michael Linenberger?

Michael Linenberger ist US-amerikanischer Produktivitätsexperte und hat ein System entwickelt, das genauso einfach ist wie sein Name: die 1-Minute To-Do-List. Keine aufwändigen Apps, keine Nummern-Systeme, nur drei klare Zonen – und ein täglicher Review, der tatsächlich nur eine Minute dauert. 

Ich habe es getestet und ich finde: Es hilft beim Priorisieren! Und Teil 2, das dranbleiben, dafür hab ich auch was. 

 

Drei Zonen entscheiden darüber, was wirklich zählt

Critical Now – Das sind die Aufgaben, die heute erledigt sein müssen, weil sonst echte Konsequenzen entstehen. Maximal fünf Punkte. Wenn es mehr sind, lügst Du Dich selbst an.

Opportunity Now – Hier landen alle Aufgaben, die Du in den nächsten zehn Tagen angehen könntest, wenn Zeit und Energie da sind. Maximal zwanzig Punkte.

Over the Horizon – Alles, was erst später relevant wird. Ideen, Pläne, Wünsche. Hier parkst Du ohne schlechtes Gewissen.

 

So sieht das im Heilpraktiker-Alltag aus

Stell Dir vor: Steffi ist Heilpraktikerin für Naturheilkunde, hat gerade ihre Praxis eröffnet und jongliert gleichzeitig Patientenbetreuung, Social Media und Buchhaltung. Jeden Morgen saß sie vor ihrer Liste und wusste nicht, wo anfangen.

Seit sie mit der 1-Minute To-Do-List arbeitet, sieht ihr Morgen so aus: Fünf Minuten nach dem Tee schaut sie ihre drei Zonen an. Sie verschiebt zwei Punkte von Opportunity Now auf Over the Horizon – weil sie ehrlich ist: Diese Woche wird das nichts. In der Critical Now stehen genau drei Dinge. Alles andere existiert für diesen Tag nicht.

Das Ergebnis? Sie arbeitet fokussierter, macht weniger Fehler, und – das überraschte sie selbst am meisten – sie fühlt sich am Feierabend tatsächlich fertig. Das erzählte sie mir letzte Woche. Wie freue ich mich mit ihr. 

 

Das Geheimnis liegt nicht in der Technik, sondern in der radikalen Priorisierung

Was dieses System so wirksam macht, ist die Entscheidung, die Du jeden Morgen triffst:

Was zählt heute wirklich?

Diese eine Frage, ehrlich beantwortet. Genau das ist es.. und es entspannt. Sogar mich. 

Probier es morgen früh aus. Nur eine Minute. Und dann schau, wie sich Dein Tag anfühlt. Und schreib mir. 

Alles Liebe

Claudia