Du leidest unter Aufschieberitis?
Nein, Du bist nicht zu faul oder unmotiviert.
Ich überlege seit Tagen: Kenne ich einen, der noch nie prokrastiniert hat? Mh. Selbst mein Laptop schaut schuldig. Genau, anstatt zu arbeiten fährt der einfach ein Update…
Irgendwann haben wir alle schon Dinge aufgeschoben. Darf auch mal sein, wenn wir dann wieder in die Pötte kommen. So sollte es im Normalfall sein. Passiert aber leider oft nicht. Dafür gibt es sehr gute Gründe: Das Prokrastinieren schützt uns vor dem entgültigen Zusammenbruch.
Na toll, sagst Du: „Hilft mir aber gerade nicht bei meinen Problem“. Stimmt halb. Sei versichert. Es schützt Dich gerade und es liegt nicht am Wollen. Zeit, einmal durchzuschnaufen und dann weiterzulesen.
Aufschieberitis: Ein entzündlicher Prozess?
Es fängt so harmlos an. Erst bleiben Briefe oder E-Mails liegen. Meist fängt es mit dem „drumherum“ in der Praxis an. Die Buchhaltung. Der mittlerweile meist digitale Papierkram. Die Dokumentation. Alles, was man nicht gleich merkt. Danach die Rückrufe, die Rechnungen. Dann Termine, weil es peinlich ist, dass der Patient die Rechnungen noch nicht hat. Klar: Mahnungen kann man jetzt auch nicht mehr versenden, weil die Buchhaltung ja hängt. Die einzige Freude an der Selbständigkeit: Die Zeit mit dem Patienten, solange der nicht nach der Rechnung fragt.
Aber: Die kommen immer seltener. Ja, man müsste dringend die Webseite überarbeiten und Marketing liegt auch an. Oh Graus! Aber wie dafür auch noch die Zeit nehmen? Und wenn dann noch mehr Patienten kommen? So wird auch schnell die Nacht zum Tag. An Schlaf ist eh nicht mehr zu denken.
Die Folge: Entweder du klappst zusammen oder schmeißt alles hin. Oft werden wir dann krank. Als ich noch in einer Anwaltskanzlei gearbeitet habe: DAS war der Punkt, an dem die Insolvenz nicht mehr fern war.. leider. Denn fachlich waren alle gut. Daran lag es nicht.
Leider sind die Gründe und Auslöser vielfältig.
Was passiert, wenn wir nicht frühzeitig auf die Aufschieberitis reagieren?
Bleiben wir in der Analogie des entzündlichen Prozesses. Wehret den Anfängen, bevor das Ganze chronisch wird.
Wann sollten wir innehalten, neu planen und uns im besten Fall Unterstützung suchen?
1.Wenn sich der „Rückstau“ nicht von alleine auflöst.
Eine Freundin schrieb mir neulich: Dann hat es mich gepackt. Ich hab einen „Aufräumanfall“ erlitten. In 5 Stunden sah die Welt völlig anders aus. Das meine ich.
Wenn dazu aber die Kraft fehlt und man in einer Überforderungsschleife hängt, bleibt genau dieser „Gesundungsimpuls“ aus.
2.Wenn es auf die Psyche und den Körper und die Stimmung schlägt
Du hast schlaflose Nächte? Papierberge oder alte To-Do-Listen verfolgen Dich? Oder sogar körperlich mit Schmerzen, Unwohlsein, Unruhe? DANN spätestens solltest Du mit Unterstützung tätig werden.
Warum Unterstützung? Ich kann aus meiner langjährigen Erfahrung reden: Weil man nicht mehr die nötige Energie hat, um die Dinge anzugehen. Sowas wie ein Teufelskreislauf. Man müsste es tun, um sich besser zu fühlen und mehr Kraft zu haben, kann es aber nicht tun, weil eben genau die Kraft und die so nötige Klarheit fehlt. Völlig verständlich übrigens.
So ist es auch, wenn wir krank werden. Einfach nicht in der Lage, uns die heilende Suppe zu kochen.
Ist das nicht unfair? Jetzt bin ich in einer solchen Notlage und muss Geld ausgeben für meine Gesundung? Ja, irgendwie schon. Und deshalb fällt es ja vielen so schwer, angemessene Preise zu nehmen. Hab ich eine Lösung? Ja, es gibt kostenfreie und sehr kostengünstige Angebote. Wenn es aber wirklich übel ist, hilft nur eine längere Einzelbegleitung. Jemandem jetzt noch die „Schuld“ zu geben, wo es einem eh dreckig geht, halte ich für völlig falsch. Es sind Folgen von so vielem und ja, auch an mir nagt, dass es hier nicht die wirkliche Erklärung gibt. Vielleicht kommt die noch.
Aufschieberitis: Die Gesundungsphase
Je eher wir uns trauen, uns Hilfe zu suchen, desto schneller gesunden wir. Wie im richtigen Leben. Und warum tun wir es nicht? Weil es schuld- und schambehaftet ist.
Ich habe vor ein paar Jahren einen guten Freund verloren, weil er nicht zum Arzt ging. Bis es zu spät war.
Warte also nicht zu lange. Manchmal ist eine Praxis sonst nicht mehr zu retten.
Ich habe früher Anwaltskanzleien neu strukturiert. Ich glaube, ich habe alles erlebt und gesehen. Auch Dinge, die kannst Du dir nicht vorstellen. Deine Sorgen und Nöte, deine Scham ist bei mir gut aufgehoben. Auch deine Papierberge und Rückstände.
Lass uns einfach unverbindlich und kostenfrei ein erstes Telefonat führen.
Ich möchte dir noch eines sagen: Du bist nicht faul. In meiner Arbeit sehe ich immer wieder, dass hinter dem Aufschieben viel tiefere Gründe stecken. Es ist meistens kein Mangel an Disziplin, sondern ein Zeichen dafür, dass dir die nötige Klarheit in deinem Business fehlt.
Aufschieberitis-Prävention?
Hab ich ja noch nie gehört! Doch. Gibt es. Wieder: Wie im wirklichen Leben. Täte uns dort auch gut. Machen leider die wenigsten. Seien wir ehrlich. Zahnseide ist lästig. Aber eben wichtig.
Wie geht also Aufschieberitis-Prävention? Brauchbare individuelle Strukturen sind die Lösung. Deine Lösung. Auch dann, wenn Du sagst: „Ich bin aber eher der Spontane“, oder „Ne ne, ich muss meiner Intuition folgen.“ Darfst Du. Spontan sein UND Deiner Intution folgen. MIT guten Strukturen.
Strukturen sind nicht starr. Sie geben uns den Rahmen, erschaffen Gewohnheiten und Entspannung. Tun so viel für uns. Für unsere Gesundheit, unsere Praxis, die Verwirklichung unserer Träume. Mein Lebensalter hat einen großen Vorteil. Ich bin geübt mit Strukturen. Und es ist egal, welches Geschlecht Du hast, ob Du hochsensibel oder neurodivergent bist. Oder was auch immer Dir schwerfällt.
Ich bin zuversichtlich: Wir finden auch für Dich eine Lösung, die wirklich zu Dir passt und in der Du laufen kannst. Schenke mir ein bisschen von Deinem Vertrauen und teste mich.
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